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Flucht / Fluchtdistanz / kritische Distanz
Pferde vermeiden nach Möglichkeit Begegnungen mit unbekannten Objekten. Bei Gefahrwitterung reagieren Pferde mit sofortiger Flucht, die sich in Panik steigern kann. Die Außenwahrnehmung ist bei Panik außer Kraft gesetzt.
Nicht jede plötzliche Begegnung führt zur Flucht/Panik aufgrund Neugier der Pferde.
Oft hilft es, das Pferd ein bedrohlich wirkendes Objekt beschnuppern/beschauen zu lassen. Ob sodann Panik oder nicht entsteht, ist jedoch unvorhersehbar.
Oft genügt es dem Pferd, einen Sicherheitsabstand zwischen sich und der Gefahr einzuhalten (Fluchtdistanz). Wird diese unterschritten, reagiert das Pferd mit Flucht.
Erst wenn das Pferd in die Enge getrieben wird oder angebunden ist und es nicht mehr fliehen kann, kommt der kritischen Distanz Bedeutung zu, die Schwelle der Gegenwehr. Fühlt es sich innerhalb der kritischen Distanz angegriffen, setzt es seine Waffen (Hufe und Zähne) zur Verteidigung ein.
Ein solcher Angriff wird meist durch Drohgebärden / Drohgesicht angekündigt.
Blitzschnell und ohne Vorankündigung instinktive Abwehrreaktionen gegen andere Pferde auftreten, wenn es sich durch dieses bedrängt fühlt. Typische Situationen sind „Vorbeiführen“ in der Stallgasse oder „Begegnung / Überholen“ in der Bahn.