Anforderungen an eine Pferdebox

Regel für das unterste Mindestmaß einer Pferdebox :

Doppelte Widerristhöhe im Quadrat

(Bsp. 1,70 m Stkm. = 12 m²)

Die Außenwände und Trennwände zu den Nachbarboxen sollten glatt sein und keine Verletzungsgefahren bieten. Der Seh-, Hör- und Riechkontakt zu Artgenossen sollte gewährleistet sein.

Die Trenngitter dürfen nur so weit sein, dass weder Kopf noch Huf durch passt (bei Pferden höchstens 5 cm, bei Ponies entsprechend weniger).

Maße der Türen:

  • Pferde: B = 1,20 m / H = 2,50 m
  • Ponies: B = 1,20 m / H = 2,00 m

Der Boxenboden muss eben, wiederstandsfähig, wasserundurchlässig und rutschfest sein.

Die Boxengasse muss eine Breite von 2,50 m haben, bei Boxenreihen auf beiden Seiten besser 3,00 m.

Wichtig sind ein rutschfester Untergrund und viele mögliche Anbindungsringe.


WICHTIG:

Temperaturähnlich der Außentemperatur (nur Extreme werden abgemildert)
Luftbewegungständige Zufuhr von Frischluft, keinesfalls unangenehmer, leicht stechender Geruch
Schadstoffkonzentrationvermindernd wirkt häufiges Erneuern der Einstreu
Lichtbedarfso hell wie möglich, Fensterfläche mindestens 1 m² pro Pferd
Stallgasserutschfest, mind. 2,50 m breit
  • Räume für die Lagerung von Futter und Zubehör
  • Sichere Plätze für Pferdepflege, Tierarzt und Hufschmied

Für Futter und Wasser

In jede Box gehören eine (täglich zu säubernde und zu kontrollierende) Tränke (Eimer stellen eine zu hohe Gefahr dar) und eine splitterfreie Plastikkrippe.

Heu sollte aus Sicherheitsgründen vom Boden und nicht aus hohen Futterkrippen oder Heunetzen (Gefahr des Hängenbleibens mit den Hufen) gefüttert werden.

Futtertrog, Selbsttränke und Heufutterplatz sollten an verschiedenen Plätzen sein, da manche Pferde dazu neigen, ihr Futter einzuweichen.

Folgendes soll in einer Pferdebox vorhanden sein:

  1. Tränke
  2. Fenster
  3. Futterkrippe
  4. Heufütterung (Boden)
  5. Salzleckstein

Die Wahl der Einstreu

Als Einstreumöglichkeiten gibt es Stroh und Späne (entstaubt).

 VorteilNachteil
StrohRaufutter, Beschäftigung, verrottet schnellerEs fällt mehr Mist an, kann allergische Reaktionen wg. Staub und Schimmelpilzen hervorrufen
SpäneWeniger Mist, beugt Allergien vorVerrotten langsamer als Stroh

Egal welches Einstreu gewählt wird, es muss trocken und sauber gehalten werden, da sich durch die Ausscheidungen des Pferdes das Reizgas Ammoniak bildet.

Ammoniak kann Erkrankungen der Atemwege und der Hufe hervorrufen. Ställe müssen daher möglichst jeden Tag und regelmäßig ausgemistet werden.

Wenn ausgemistet wird, muss auch auf eine regelmäßige Mistentsorgung geachtet werden, damit das Stallklima nicht belastet wird.

Stallgeräte:

  1. Mistgabel
  2. Schaufel
  3. Besen
  4. schmale Gabel
  5. Hand-Entmister
  6. Schubkarre

Das Pferd sollte nicht in der Box sein, wenn ausgemistet wird, dann geht es schneller. Ist das Pferd in der Box, muss sehr vorsichtig mit der Mistgabel umgegangen werden (empfindliche Pferdebeine).

In großen Lauf- / Offenställen wird auch häufig mit Kleintraktoren/Frontladern ausgemistet.

Pferde mit Atemwegsproblemen sollen während des Ausmistens und des anschließenden Einstreuens nicht in der Box stehen. Durch das Aufschütteln der Streu entsteht eine höhere Luftbelastung, die bis zu einer Stunde dauern kann.


WICHTIG:

Größe(Widerristhöhe x 2)²
Fensterfläche(mind. 1 m² pro Pferd)
Boden(eben, rutschfest, strapazierfähig, wasserundurchlässig)
Krippe(groß, Flacher Boden)
Gitterstäbe(längs, Rundstäbe, wenig Abstand - 5 cm)
Krippe + Tränke(diagonal anbringen)
Wändekeine scharfen Kanten + Ecken, keine hervorstehenden oder defekten Teile)
Einstreu(Äpfel- und Nassstellen tägl. entfernen und durch ausreichend neue Einstreu ersetzen - am besten ohne Pferd in der Box)