Artikel
- Bearbeiten
- Versionen
- Druckansicht
Unarten und lästige Angewohnheiten bei Pferden
Unartenverursacher
- Bewegungsmangel
- fehlende arttypisch lange Beschäftigungszeiten für Futteraufnahme
- Langeweile
Bei manchen Pferden entstehen keine Unarten, auch wenn Langeweile ist.
Mögliche Unarten
- Nagen an Holz oder Gitterstäben
- Scharren (andauernd)
- Schlagen gegen Tür und Wände
- Koppen (Luftschlucken --> Speiseröhre (Magen), Aufsetzen der Schneidezähne auf einen Gegenstand)
Das Koppen kann gesundheitsgefährdend werden, da die Kolikgefahr und Ernährungsstörungen gesteigert werden können. Es gibt kaum Gegenmittel gegen das Koppen.
Das Weben (rhythmisches Hin- und Herschwanken auf den Vorderbeinen) kann langfristig Verschleißerscheinungen verursachen. Es ist eine Verhaltensstörung und wird vermutlich durch ein traumatisches Ereignis ausgelöst.
Weben kommt nur in der Box, nicht auf der Weide oder im Auslauf vor.
Werden Verhaltensstörungen beobachtet, muss Haltung, Fütterung, Bewegungsangebot, Förderungen in der tägl. Arbeit überprüft werden.
Am wirksamsten helfen eine Umstellung der Haltung / freieres Bewegungsangebot und mehr Anreize für artgerechte Beschäftigung.
Bei gleichbleibender Routine in gewohnten Abläufen im Stall behalten Pferde sowohl die guten als auch (leider) die schlechten Gewohnheiten bei, und zwar hartnäckig.
WICHTIG
- Pferde brauchen regelmäßig ein ausreichendes Bewegungsangebot
- Langeweile, Beschäftigungs- und Bewegungsmangel, Stress, Frustration und / oder schlechte traumatische Erlebnisse können Verhaltungsstörungen hervorrufen
- Typische Verhaltensstörungen sind das Koppen, Weben, Nagen, Knabbern, Gitterstäbebeißen, Scharren, Schlagen an Boxenwände und -türen.
- Zur Abhilfe müssen Haltung, Fütterung, Bewegungsangebot, Anforderung in der Arbeit überprüft werden.