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Wanderwild aus der Steppe und Wildpferde
Trotz der vielen Pferde- und Ponyrassen gibt es ein gemeinsames biologisches Erbe, welches das Verhalten bestimmt (auch wenn die verschiedenen Rassen unterschiedliche Merkmale haben).
- Urform des Pferdes: Eohippus (Katzen- bis Fuchsgröße mit 4 Zehen vorne und 3 Zehen hinten):
- Laubwaldnahrung (Sumpfgebiete)
- später durch Klimawandel u. Katastrophen Veränderungen (Größe, Hufe, keine Sumpfgebiete mehr, sondern Steppe).
- längere Wanderungen bis Amerika. Nach der Eiszeit in Amerika ausgestorben. Die ersten Pferde wurden erst durch Columbus wieder nach Amerika gebracht.
- Gegen Ende des 19. Jhd. wurden die letzten Urwildpferde gesichtet (Mongolei). Vereinzelt leben noch Przewalskipferde dort, die die Vorfahren der heutigen Pferde sind.
- Urwildpferde, an denen man das ursprüngliche Verhalten bzw. den ursprünglichen Lebensraum erforschen kann, gelten als ausgestorben.
Przewalskipferde sind lehmfarben bis rotbraun und haben einen Aalstrich.
Entfernte heutige Verwandte sind die Norweger (Fjordpferde), Dülmener (leben in der Nähe von Münster) und die robusten Islandpferde. Sie sind dem Urpferd (Przewalskipferd) deutlich ähnlicher als hochgezüchtete Sportpferde.
Die biologische Bezeichnung war Fernwanderwild und Fluchttier. Sie passen ihren Standort den Lebensbedingungen an.
Sie legen am Tag große Strecken zurück (Fressen + Wasser = Schritt / Flucht = rasender Galopp / Suche nach Futter + Wasser = ausdauernder Trab).
Alle drei Gangarten und das Springen sind den Pferden heute angeboren. Von Natur aus springt ein Pferd nur bei Gefahr. Es kostet viel Energie, deshalb rät der Instinkt der Pferde, diese Energie nicht zu vergeuden.
Bildet man ein Springpferd aus, muss das natürliche Verhalten des Pferdes dabei berücksichtigt werden, das Lernen muss auf spielerische Art und Weise erfolgen.